Barcelona ist eine tolle Stadt und auf jedenfall eine Reise wert!
Das Meer, der Strand, die Altstadt, der Hafen, die vielen Kirchen, die Gassen, die Parks, die Architektur… wunderschön.
Hinzu kommen noch die vielen kleinen Geschäfte, die lebendigen Märkte mit frischen Lebensmittel, die Straßenkünstler, die Menschen, die Plätze, das Wetter, das Leben… einzigartig.
Es finden sich so unglaublich viele Motive in den Straßen dieser Stadt… entsprechend viele Fotografen, aber auch Massen von Touristen waren unterwegs… zum Glück aber nur auf den Hauptrouten.
Zu meinem Bericht…
Am Mittwoch starteten wir unsere Reise. Wir fuhren nach München zu meinem Bruder und besuchten Abends noch das Oktoberfest. Die meisten Zelte waren wegen Uberfüllung bereits geschlossen, im Ochsenbrater fanden wir aber noch einen Platz. So eine Maß Bier ist schon was feines und die Stimmung gigantisch… das bekommt man aber erst mit, wenn man selbst auf dem Tisch steht und die fröhlich gröllende, betrunkene Menschenmasse sieht, wie sie singen, lachen und von den Bierbänke fallen. Es dauerte keine 5 Minuten und schon kommt man mit den Menschen um einem herum ins Gespräch - dummerweise hatte ich mein Neuseeland-T-Shirt an…
Entspannt machten wir uns am Donnerstagvormittag per S-Bahn auf den Weg zum Flughafen… null komma nichts eingecheckt saßen wir 70 Minuten später im Flugzeug und los gings Richtung Süden. So ein Kurzstreckenflug ist schon was angenehmes.. ratz fatz waren wir da. Noch zu Hause guckten wir, wie wir am besten vom Flughafen zur Wohnung kommen… und das war echt easy. Die einzige Hürde jedoch war, das passende Bahn-Ticket zu erhalten… man konnte zwar die Sprache von diesem Display auf Englisch umstellen, geändert hat sich aber nur der eine Bestätigungsbutton alles andere blieb auf Spanisch… aber zum Glück half uns die Dame am Schalter weiter und wir erhielten doch noch unser überraschend günstiges Ticket. Am wunderschönen Bahnhof “Estacio de Franca” angekommen hatten wir nur noch wenige Minuten zu Fuß zu unserer in der Altstadt gelegenen Wohnung zu laufen. Mei, die Wohnung war OK… nichts besonderes. Wir verbrachte dort die meiste Zeit eh nur zum Schlafen, demnach war es egal, wenn alle 3 Fenster in das gleiche 3 qm kleine Innenloch (Innenhof konnte man das nicht nennen) zeigten… der erste Gang ging Richtung Meer… dort genossen wir mit Weissbrod, Käse, Oliven und Rotwein die letzten Sonnenstrahlen… bis uns der kalte Seewind in die Altstadt vertrieb. Das Labyrinth aus verwinkelten engen alten Gassen, überall Graffitis auf diesen Toren, die Balkon, das Licht, die Verkabelungen… genial. Unser Weg führte bis zur “La Rambla” und “Placa de Catalunya” und dann irgendwann erschöpft wieder zurück zur Wohnung.
Freitag, es war bewölkt und ziemlich kalt… wir hatten noch kaum einen Blick in unseren Reiseführer geworfen und waren daher ziemlich planlos… machten wir uns auf dem Weg zum nahe gelegenen “Parc de la Ciutadella”. Die Attraktion dieses Parkes jedoch war eingerüstet und alles andere als bewundernswert. Von dort aus liefen wir zum “Arc de Triomf” - vor diesem Triumphbogen wurde gerade eine riesige Bühne für ein Musik-Event aufgebaut. Da wir noch keinen Stadtplan hatten, versuchten wir uns am Metro-Automat. Überraschender weise wurde da alles korrekt ins englische übersetzt, somit hatten wir keine Probleme, eine 3-Tages-Karte zu lösen. Unser Ziel, “Placa de Cataluny” um bei der dortigen Touriinfo einen Stadtplan zu ergatern… aber, es waren überall Menschen… alles voll mit Touristen - somit begnügten wir uns lediglich mit einem unübersichtlichen schlechten Stadtplan eines Busunternehmens, um nicht ewig anstehen zu müssen. Gerüstet fuhren wir direkt per Metro und der Zahnradbahn weiter auf den “Mount Montjuic”. Wir steuerten das “Castell de Montjuic” an, wovon man eine super Aussicht auf den Hafen und das gesamte Stadtgebiet hatten. Von dieser Festung aus suchten wir einen Weg zum Olympia Gelände, wobei wir uns aber ziemlich verliefen… bzw. wir wollten durch den Botanischen Garten, fanden aber den Eingang nicht… Das Olympia-Gelände war jetzt nicht so spannend, viel schöner war das Nationalmuseum und der Blick hinab auf den “Placa d’Espanya”. Interessanter weise gab es auf dieser Seite des Berges überall Rolltreppen.
Erschöpft fuhren wir vom “Placa d’Espanya” erstmal richtig Wohnung um uns auszuruhen. Waren noch völlig platt vom Vortag. Kaum angekommen fing es auch das Regnen an. Abends, es regnete nicht mehr, fuhren wir mit der Metro direkt zur Sagrada Familia, die aber war umringt von Kräne… Ingo hatte mich da bereits vorgewarnt. Wir fuhren wieder zurück in die Altstadt und feierten in einem Restaurant ums Eck Nane’s Geburtstag mit leckeren Tapas.
Samstag war der längste Tag, von 9 Uhr bis 1 Uhr waren wir auf den Beinen. Wir liefen quer durch die Altstadt, ein Stück die La Rambla entlang, “Pg. de Gracia”, zum “Casa Battlo” und folgten eine vom Lonely Planet vorgeschlagene Route bis zur “Av. Diagonal” - von dort aus folgten wir einen weiteren Vorschlag, welcher uns quer durch das wunderschöne Viertel von Gracia führte. Durch wunderschöne Gassen, über romantische Plätze, vorbei an bunte Märkte… der Weg führte uns bis zum Parc Güell. Dieser Park ist echt sehenswert… die verzierten Häuser, die Balkone, die Wege, einmalig… von dort aus liefen wir weiter quer durch die Viertel zur Sagrada Familia. Mit der U-Bahn gings zum “Torre AGBAR”, ein Hochhaus was mit einer Gurke verglichen wird, und dann über die Diagonal mit der Tram bis “Parc Diagonal Mar”. Ein nicht so spektakulärer Park. Mit dem Bus gings dann wieder Richtung Stadtzentrum bis zum Olympischen Dorf und dem Port Olimpic. Dort folgten wir die Strandpromenade bis zum düsteren dunklen Viertel von Barceloneta… um dann völlig erschöpft irgendwann unsere Wohnung wieder zu erreichen… duschen, Füße kneten und weiter gings… wir hatten uns vorgenommen Paella zu essen und uns wohl für das falsche Restaurant entschieden. Die Paella schmeckte sehr bescheiden, zum Glück hatten wir gemeinsam nur eine Portition bestellt. Nachdem schrecklichen Essen ging es dann direkt zur “Fira de Barcelona” um das wunderschöne, mit Musik begleitete Wasserspiel zu bewundern. Dieses Wasserspiel am Fuße des Nationalmuseums findet laut Reiseführer immer Donnerstag bis Sonntag von 21:30 Uhr bis 23:30 Uhr statt. Es hat sich auf jedenfall gelohnt… Am Schluss fuhren wir noch zur “Gurke” zum “Placa Glories Catalanes” - das komisch geformte Hochhaus leuchtet in bunten Farben - doch bis wir ankamen, leuchtete nichts mehr… so fuhren wir enttäuscht zurück Richtung Wohnung… auf dem Weg zur Wohnung jedoch kamen wir noch an einer Pizzaria vorbei… kurz entschlossen setzen wir uns… dieses Restaurant ist Rekord verdächtig… 0:30 Uhr Pizza bestellt, 0:50 Uhr hatten wir bezahlt und sind zufrieden und satt schlafen gegangen..
Sonntag, wir überlegten uns, was wir noch nicht gesehen hatten… Somit erkundeten wir erstmal ausgiebig den Hafen rund um Port Vell, wo zu diesem Zeitpunkt gerade ein Schwimmwettbewerb statt fand… liefen weiter quer durch verschiedene Viertel bis wir uns entschlossen hatten, mit der Metro raus nach “Palau Reial Pavellons Güell” zu fahren und zum Turo Parc, welcher jetzt nicht so spannend war.. Von dort aus liefen wir quer durch das Viertel Eixample, machten Stopps an Cafe’s und genossen das schöne Wetter, die Architektur, etc… Bis wir auf dem Weg zum Museum der Kunst waren… genau zwischen den Metro-Stationen Universitat, St. Antoni und diesem Museum wurden wir überfallen… grml… dazu schreibe ich aber nochmals gesondert in einem Blogpost.
Nach dem Überfall fuhren wir erstmal nach Hause und begossen diesen Schreck mit einer Flasche Wein und redeten über jede Kleinigkeit darüber… nach einer kurzen Zeit ging es uns auch wieder gut und wir beschlossen noch das Picasso-Musuem zu besuchen, was sich wirklich lohnte…. und den Abend versüssten wir uns mit verschiedensten leckeren Tapas und waren dann doch froh, dass es am nächsten Morgen wieder nach Hause ging.
Montag, ging es schon früh los… um 7:42 Uhr fuhr der Zug, um 9:55 Uhr war Boarding Time, um 13:38 Uhr sind wir wieder sicher und heile in München gelandet.
Alles in allem ist Barcelona eine sehenswerte, interessante, lebendige Stadt wofür man aber etwas Zeit braucht, um sich dem katalanischen Leben dort anzupassen und richtig geniesen zu können.
Jetzt aber muss ich mal meine Bilder auslesen und gucken ob die überhaupt etwas geworden sind!










on Okt 1st, 2008 at 4:15
Abgesehen von dem kleinen Zwischenfall mit dem Überfall war die Stadt sehr schön und faszinierend auf ihre Art und Weise und die Reise hat sich gelohnt.
on Okt 2nd, 2008 at 1:36
Erinnere ich mich richtig das in Barcelona nicht eine Statue von Christoph Kulumbus steht? Und wenn ich die richtige Erinnerung habe, müsste er als Statue in die Richtung zeigen, in der er Amerika gefunden oder vermutet hat…
Stimmt des?
on Okt 2nd, 2008 at 1:41
ähm… diese statue ist mir jetzt nirgends aufgefallen… das heißt aber nichts..
on Dez 19th, 2008 at 12:01
Hey Oliver,
wenn ihr das nächste mal nach Barcelona fahrt dann besorgt euch die Club Card http://www.connectclub.com .. ich mach hier grade ein Praktikum und selbst für den kurzen Zeitraum könnt ihr einiges an Geld sparen. Kleiner Insidertipp
Best
Alex
on Dez 22nd, 2008 at 6:37
Vielen Dank Alex für diese Info.
on Okt 16th, 2009 at 4:15
Es war total schoen in barcelona! man muss zwar gut auf seine taschen aufpassen,aber ansonsten kann man es in barcelona gut aushalten:)
ich war fuer 2 Monate in Barcelona und wohnte direkt am Strand-Barceloneta
ein kleiner Tip: wenn ihr ne Wohnung sucht dann schaut am Besten auf die Seite: barcelona-home.com